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  • AutorenbildKarin Rudin Walker

Kreativität als schöpferische Urkraft

Leben ist Rhythmus, ist Puls, ein ewiges Werden und Sterben. Diese Erkenntnis führt mich unweigerlich zu der Frage: was ist die Kraft die dahinter steht.


Was passiert wenn ich mich dieser Kraft zu Wende? Wo und wie finde ich sie? In mir? Im Gegenüber? In der Natur?


Was muss ich tun um ihr zu begegnen, oder muss ich nichts tun? Helfen Rituale, bestimmte Methoden oder kreative Medien?


Die Urkraft ist schöpferisch und kreativ. Jeden Frühling kann ich es beobachten und staune ich immer wieder über die Wunder der Natur, die Vielfalt der Formen und Farben. Und jeder Mensch ist einzigartig, es gibt nicht zwei gleiche Menschen, nicht mal Zwillinge sind ganz gleich. Wir sind Teil dieser Urkraft und der Natur. So gesehen hat jeder Mensch Zugang zu Kreativität, trägt sie in sich. Ist Teil der Schöpferkraft und kann auch selber kreativ und schöpferisch wirken.


Das beschreibt auch Rick Rubin in seinem Buch:

«kreativ. Die Kunst zu sein»


«Jeder Mensch ein Schöpfer.

All jene, die sich nicht mit traditionellen Kunstformen befassen, tun sich womöglich schwer, sich als Künstler oder Künstlerin zu bezeichnen. Sie sehen die Kreativität als etwas Aussergewöhnliches an, das jenseits ihrer Fähigkeiten liegt. Als Berufung weniger Auserwählter, die mit bestimmten Begabungen zur Welt gekommen sind.

Zum Glück ist das nicht der Fall. Kreativität ist keine seltene Fähigkeit. Und gar nicht schwer zugänglich. Kreativität ist ein grundlegender Aspekt des Menschseins. Sie ist unser Geburtsrecht und wir alle tragen sie in uns. Bei Kreativität geht es nicht ausschliesslich um das Hervorbringen von Kunst. Wir alle sind tagtäglich kreativ. Etwas zu erschaffen bedeutet, etwas ins Sein zu bringen was vorher nicht da war. …………Was Du erschaffst, muss nicht bezeugt, festgehalten, verkauft oder hinter Glas geschützt werden, um ein Kunstwerk zu sein. Schon allein durch unser ganz gewöhnliches Dasein sind wir Schöpfer im tiefsten Sinne, denn wir erschaffen unsere Erfahrung der Wirklichkeit und gestalten die Welt, die wir wahrnehmen. «

Zitat Ende Aus dem Buch «kreativ. Die Kunst zu sein»



Die Kunst des Ausdrucks oder Ausdruck als Kunst?

Wenn wir uns den Methoden zu wenden die den persönlichen Ausdruck fördern so begegnen wir kreativen Ausdrucksmitteln wie Malen, Musizieren, Schreiben, Tanzen, Theaterspielen. Damit diese Medien uns unterstützen auf dem Weg zum persönlichen Ausdruck und der Wahrnehmung müssen wir uns vom Leistungsdruck lösen.


Zitat Paolo Knill Kunsttherapeut:

-Kunst kann ausgedrückt oder wahrgenommen werden

-Kunst kann mit jedem-verbalen oder nonverbalen Material gemacht werden und zu jeder beliebigen Struktur oder Form führen.

-Kunst gibt Befriedigung und erhält ihren Sinn durch die Erfahrung mit ihr.


Das unsere Intelligenz heutzutage vor allem analytische und statische Wege beschreitet und hauptsächlich der Statik vertraut und uns gleichzeitig die Fähigkeit dynamischem, erfinderischem und intuitivem Denken abgeht, ist vielleicht das Resultat unserer Tendenz, Grundlegende Möglichkeiten der Wahrnehmung und des Ausdrucks (wie Gehör und dem Tastsinn) keine angemessene Erziehung angedeihen zu lassen. Wenn Ausdruck und Wahrnehmung die Grundlage jeglichen lernen abgeben, dann ist sicherlich vorerst die Kompetenz im Ausdruck die ich fördern will, und nicht die technische Kunstfertigkeit.

Für amerikanische Pueblo Indianer war Kunst keine Handelsware. Sie kannten keine urteilende, quantitative Bewertung welche zu einem Konkurrenzdruck führt. Künstlerischer Ausdruck ist bei ihnen eine der Eigenschaften jedes Menschen. Eigenschaften werden in dieser Kultur nie zu Privilegien, die einer Person eine grössere Befriedigung ihrer primären Bedürfnisse erlauben ( wie ein grösseres Haus, mehr zu essen, mehr Liebe oder Aufmerksamkeit)

In diesen Kulturen ist alles ausdrucksvoll gestaltet: Werkzeuge, Kleider, Häuser, Spielzeuge. Der direkte Gefühlsausdruck und der künstlerische Ausdruck sind im Verbund miteinander. Ihre Produkte erscheinen uns als Kunstwerke, ihre Arbeit ist nicht entfremdet, sie fühlen was sie sagen und sie sagen was sie fühlen. " Zitat Ende


Ich erlaube mir in dem Zusammenhang die etwas kritische Frage ob die neuen Sozialen Medien gut für die Entwicklung der eigenen Wahrnehmung sind und dem persönlichen Ausdruck ohne Leistungsdruck.

Und auch unser Wirtschaftssystem welches vor allem auf Geld verdienen und Wachstum ausgerichtet ist fördert vielleicht einerseits kreative Projekte, aber bremst auch individuellen künstlerischen Ausdruck aus, falls dieser nicht dem Mainstream entspricht.


Dabei kann die Kunst in ihrem schöpferischen Potential und Mut zu Neuem ein Vorbild für eine Kultur und persönlicher Entwicklung sein.

In den Kunstepochen finden wir Impulse der Menschheitsentwicklung. Künstler und Künstlerinnen welche mit ihren Werken zur Bewusstseinsentwicklung beigetragen haben.


Spielfreude und Kreativität sind wichtige Elemente um Neues zu erschaffen. Um neue, unbekannte Gebiete zu erforschen. Geniesse den Weg, den Prozess.


Kreativität ist das grösste Geschenk das wir Menschen haben und Teil davon sind. Damit wir selbstwirksam das Leben gestalten können und Schönes erschaffen.

















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